Als die Anorexie bei uns einzog: Ein Erfahrungsbericht, wenn das eigene Kind nicht mehr isst
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Erscheint 01.09.2026
96 Seiten, Hardcover
Format: ca. 13,0 x 21,0 cm
Beschreibung
In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt Mee Kyung Hwang den schleichenden und schmerzhaften Einzug der Essstörung in das Leben ihrer 13-jährigen Tochter. Was als vermeintlich harmloser Verzicht auf Süßigkeiten beginnt, entwickelt sich rasch zu einer lebensbedrohlichen Krise, die das gesamte Familiengefüge an den Rand der Erschöpfung treibt.
Der Kern des Buches widmet sich dem harten, aber letztlich hoffnungsvollen Weg der Besserung durch die familienbasierte Therapie (FBT), bei der die Eltern die volle Verantwortung für die Genesung ihres Kindes übernehmen. Die Autorin schildert ungeschönt den kräftezehrenden Alltag, in dem die Eltern jede Mahlzeit überwachen und mit kreativen Strategien gegen die Essstörung ankämpfen. Dabei thematisiert sie offen die bürokratischen Hürden, die Anforderungen an sie als Mutter und die Auswirkungen auf das Familienleben.
Am Ende steht die Erkenntnis, dass Heilung nicht linear verläuft, die Familie aber durch den gemeinsamen Weg trotz aller Belastungen enger zusammengewachsen ist.
Inhalt des Buches
„Das Monster Anorexie war unbemerkt, vielleicht durch ein offenes Fenster, in unser Leben eingezogen und hatte sich in den Gedanken unserer Tochter eingenistet.“
In diesem bewegenden Erfahrungsbericht erzählt eine Mutter, was es bedeutet, wenn das eigene Kind nicht mehr isst. Eindrucksvoll schreibt Mee Kyung Hwang vom Aushalten, Kämpfen und Weitermachen in einer Situation, in der jeder Bissen, jedes Gespräch und jedes Gramm zählt – und davon, wie es gelingen kann, das eigene Kind hinter der Essstörung wiederzufinden.
Gleichzeitig gibt das Buch einen ehrlichen Einblick in die familienbasierte Therapie (FBT), einen Ansatz, der Eltern nicht an den Rand drängt, sondern sie zu einem zentralen Teil des Heilungsprozesses macht.
Mee Kyung Hwang wurde 1981 in Daegu (Südkorea) geboren und im Alter von einem Jahr nach Deutschland adoptiert. Sie ist in Stuttgart aufgewachsen und lebt heute in Erlangen. 2011 übernahm sie – mit einem Augenzwinkern und vollem Herzen – die Rolle der „FamilienCEO“. Als ihre Tochter schwer erkrankte, wurde sie gezwungen, sich radikal auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Familie fand zur familienbasierten Therapie und ging diesen Weg konsequent und gemeinsam. Aus dieser Erfahrung heraus begann Mee Kyung Hwang zu schreiben. Um sichtbar zu machen, was Familien im Verborgenen tragen, und um zu zeigen, dass Heilung manchmal dort beginnt, wo man sich traut, die eigene Geschichte auszusprechen.
Für wen ist dieses Buch besonders geeignet?
Dieses Buch richtet sich an:
-
Eltern und Angehörige von Kindern mit Essstörungen
-
Interessierte an der noch wenig bekannten Therapieform der familienbasierten Therapie (FBT)
-
Mütter und Väter, die an Erfahrungsberichten über die FBT aus Elternperspektive interessiert sind
- Menschen, die verstehen möchten, wie sich eine Anorexie-Erkrankung eines Kindes auf die gesamte Familie auswirken kann
Das Buch richtet sich insbesondere an Eltern und Angehörige von Kindern mit Anorexia nervosa, die sich für die familienbasierte Therapie (FBT) und authentische Erfahrungsberichte dazu interessieren.
Warum dieses Buch heute relevant ist
Das Buch zeigt eindrücklich, wie die Anorexie-Erkrankung eines Kindes die gesamte Familie betreffen kann. Es hinterfragt den gesellschaftlichen Leistungsdruck, beleuchtet die Rolle von Alltagsrassismus, Pandemiebelastungen und digitalen Einflüssen und macht damit moderne Stressfaktoren sichtbar, die gesundheitliche und familiäre Krisen verstärken können. Zugleich bietet es betroffenen Eltern einen Erfahrungsbericht über die familienbasierte Therapie (FBT), einem noch wenig bekannten Therapieansatz für junge Menschen mit Anorexia nervosa, und adressiert damit verbundene Themen wie Überforderung von Eltern, Schuldgefühle und die schwierige Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.