Zu Inhalt springen
Kostenfreier Versand innerhalb Deutschlands
Kostenfreier Versand innerhalb Deutschlands
Autorinnen-Interview mit Uta Stücke

Autorinnen-Interview mit Uta Stücke

Die besten Kinderbücher schaffen es, Spaß, Abenteuer und Lernimpulse zu vereinen. Mit Die Bibliothek des Leonardo lädt Uta Stücke junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahren auf ein turbulentes Weltraumabenteuer ein. Humorvoll vermittelt das Buch über die außerirdische Menschenforscherin Miss Georgia Wissen über die Welt, Wissenschaft und menschliches Verhalten.

Im Interview erzählt uns Uta Stücke, wie die Einnahme eines Perspektivwechsels auf das Alltägliche sie zu ihrem Buch inspiriert hat, und warum Kindersachbücher nicht immer nur die außergewöhnlichsten Entdeckungen in den Vordergrund stellen sollten.

Wann haben Sie gemerkt: Dieses Buch muss geschrieben werden? Und gab es einen konkreten Auslöser?

Einen konkreten Auslöser gab es nicht, eher schon die wiederholte Erfahrung in der Schule, wie wichtig witzige Texte für Kinder sind. Und auch die Wahrnehmung, dass der Perspektivwechsel – wie also „Fremde“ die Menschen betrachten könnten – immer ein sehr reizvolles Gedankenspiel ist. 

Welche Passage im Buch bedeutet Ihnen persönlich am meisten?

Die Szene, in der Georgia die beiden Hühner findet oder, genauer gesagt: alles rund um diese Hühner. Auch dort geht es letztlich um Perspektivwechsel: Etwas, das uns Menschen völlig selbstverständlich ist und über das wir uns keinerlei Gedanken mehr machen, erregt dort die Aufmerksamkeit von Georgia.

Auch das ist ein spannendes Gedankenexperiment:
Über wie viele Dinge auf unserer Erde könnten wir alle mehr staunen, wenn wir sie nicht so selbstverständlich nehmen würden?

Für wen haben Sie dieses Buch wirklich geschrieben?

Zunächst einmal für mich. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es passiert tatsächlich immer noch, dass ich beim Lesen anfange zu lachen. Aber dann habe ich die Geschichte natürlich auch für Kinder geschrieben. Ich finde es sehr spannend, zu sehen, wie sie auf meine Texte reagieren.

Welches konkrete Problem löst Ihr Buch?

Kein konkretes Problem, aber es erleichtert den Perspektivenwechsel auf das Leben der Menschen. Vieles dort ist den meisten von uns so selbstverständlich, dass niemand mehr darüber nachdenkt. Aber genau DAS ist wichtig, um unsere Welt wirklich gut verstehen und gestalten zu können!

Was unterscheidet Ihr Buch von anderen Büchern zum Thema?

Das kann ich tatsächlich nicht sagen, da ich normalerweise keine Bücher über Außerirdische lese. 😊

Beim Vergleich mit „normalen“ Sachgeschichten ist womöglich der größte Unterschied, dass in meinem Buch nicht so sehr einzigartige Entdeckungen im Fokus stehen, sondern eher das, was sich bei allen Menschen immer und überall wiederholt. Gerade diese Wiederholungen sind aus meiner Sicht sehr hilfreich, fremde Menschen und ihre Lebensweisen besser zu verstehen.

Zwar wird immer wieder häufig betont, wie wichtig „Transferleistungen“ gerade auch fürs Lernen sind, aber häufig wird der Transfer doch nicht thematisiert. Und es wird häufig auch nicht hervorgehoben, was sich immer und überall unter Menschen wiederholt – und warum.

Was war Ihnen bei der Wahl eines Verlages besonders wichtig?

Eine gute und offene und ehrliche Zusammenarbeit.

Was hat Sie an der Zusammenarbeit mit dem Impian Verlag positiv überrascht?

Die Feinheit und Genauigkeit des Lektorats!

Was würden Sie anderen Autoren raten, die überlegen zu veröffentlichen?

Einfach ausprobieren – was allerdings ein universell zu verwendender Ratschlag ist!

Eine Aussage aus Ihrem Buch, die jeder Leser mitnehmen sollte?

„Die Menschen sind seltsam. Aber wirklich verblüffend sind sie auch.“

 

Wir bedanken uns herzlich für das Interview, Frau Stücke!

Uta Stückes Buch Die Bibliothek des Leonardo ist im Buchhandel sowie online erhältlich.

 

Vorheriger Artikel „Ich bin nicht arm, ich hab’ nur kein Geld“: Interview mit Autorin Corinna Kreutinger
Nächster Artikel Spitzenforscher und Klima-Erklärer Stefan Rahmstorf zu seinem Buch „Die Kinder-Uni: Wolken, Wind und Wetter“